Gutschein 30 Euro

30,00 

Einstellung für Geschenkgutscheine

Das Produkt, welches man für diesen Gutscheinverkauf im Shop anlegt, wird dann mit 0% Steuer angelegt und verkauft. Die Berechnung sieht dann so aus:
1 Gutschein als Produkt anlegen, Wert 20,00 € (Steuerklasse „keine“, 0%)
2 Kunde A kauft diesen Gutschein für 20,00 € (keine Mwst.).
3 Kunde A verschenkt den Gutschein an Kunde B.
4 Kunde B kauft im Shop Waren im Wert von 119,00 € (inkl. 19% Mwst.) und löst dazu den Gutschein ein.
5 Wir rechnen 119,00 € – 20,00 € = 99,00 € (darin enthalten jedoch: 100,00 € Entgelt und 19,00 € Mwst.).

D.h., obwohl der Kunde lediglich 99,00 € bezahlt (daran ändert sich nichts), werden 100,00 € Nettowert (Entgelt) und vor allem 19,00 € Mwst. ausgewiesen. Beim Kauf von 7%-Produkten oder dem gemeinsamen Kauf von 19%- und 7%-Produkten reduziert sich dieser Wert entsprechend.
Löst der beschenkte Kunde den Gutschein nicht ein, muss die Umsatzsteuer nach §17 Abs. 2 Nr. 2 UstG berichtigt werden. Die Frage, welchen Zeitraum man abwartet, nach Ablauf dessen ein Einlösen nicht mehr zu erwarten ist, am besten mit dem Steuerberater klären. Wenn nichts anderes vereinbart ist, gilt für Gutscheine die gesetzliche Verfallsfrist von 3 Jahren.

Fazit: Die Geschenkgutscheinoption ist eine Möglichkeit, Gutscheine (als Produkt) zunächst steuerfrei zu verkaufen. Diese Möglichkeit kann, muss man aber nicht zwangsläufig verwenden. Nutzt man sie, wird die Steuer in korrekter Höher erst beim Einlösen des Gutscheines erhoben und muss auch erst dann abgeführt werden.